Mit einem einfachen Rezept für selbstgemachten Teig kannst du den Geschmack Italiens nach Hause holen. Besser als bei jedem Italiener!
Die Pizza Margherita ist mehr als nur ein Gericht – sie ist ein Stück italienischer Kultur und Geschichte auf deinem Teller. Entstanden im späten 19. Jahrhundert zu Ehren der Königin Margherita von Savoyen, vereint diese Pizza die Farben der italienischen Flagge: das leuchtende Rot der Tomaten, das strahlende Weiß des Mozzarellas und das frische Grün des Basilikums.
Wenn du diesen Klassiker selbst zubereitest, spürst du nicht nur die Leidenschaft der italienischen Küche, sondern auch die Freude, die beim Teilen einer frisch gebackenen Pizza entsteht.
Vorbereitung 24 Stunden 30 Minuten
Kochen 1 Stunde 12 Minuten
Portionen 6
Zutaten
Benötigte Utensilien
Pizzastein
oder Backstahl
Pizzaschieber
Backofen
Schritte
1
Gieße das Wasser in eine große Schüssel und löse die Trockenhefe dort auf. Du kannst alternativ auch 1 Gramm frische Hefe nutzen.
Gebe ca. 500g Mehl in das Wasser und vermenge es mit dem Wasser mit einem Backspaten oder Kochlöffel.
Weizenmehl Typ 00 (1000 Gramm)Kaltes Leitungswasser (650 Milliliter)Trockenhefe (0.35 Gramm)
3
Gebe das Salz in das Wasser und rühre es solange bis es sich aufgelöst hat.
Salz (30 Gramm)
4
Sobald das Hefe-Wasser und Mehl eine homogene Maße geworden ist, gib weitere 250 Gramm Mehl in die Schüssel und vermenge es nochmal
Weizenmehl Typ 00 (1000 Gramm)Kaltes Leitungswasser (650 Milliliter)Trockenhefe (0.35 Gramm)
5
Sobald alles vermengt ist, gib das restliche Mehl hinein und vermenge alles so weit bis das meiste Mehl gebunden ist. Sobald es zu schwierig ist, mit dem Löffel zu rühren, kratze den Löffel sauber und knete mit den Händen weiter.
Weizenmehl Typ 00 (1000 Gramm)Kaltes Leitungswasser (650 Milliliter)Trockenhefe (0.35 Gramm)
6
Sobald das Wasser gebunden ist, stürze die Schüssel auf einer sauberen Arbeitsplatte und knete den Teig so lange bis zu einem glatten Teig.
Keine Sorge am Anfang ist der Teig sehr klebrig, das ist völlig normal. Einfach selbstbewusst weiter kneten. Das Mehl wird das ganze Wasser binden und du bekommst am Ende einen nicht klebrigen und glatten Teig.
7
Wenn der Teig glatt und nicht mehr klebrig ist, dann musst du ihn auf Spannung schleifen. Dazu forme den Teig zu einer Kugel bzw. einem möglichst kompakten Klumpen. Diesen umgreifst du vorne mit beiden Händen und ziehst ihn zu dir. Danach schiebst du den Teig nach vorne und drehst ihn dabei.
Wiederhole diesen Vorgang 3-4 mal und der Teig wird oben glatt sein und Spannung haben. Spannung hat er, wenn du ihn eindrückst und das Loch sich von alleine schließt.
8
Gib den Teigballen nun in ein luftdichtes Gefäß. Am besten nutzt du eine professionelle Pizzaballenbox. Stelle diese Box dann in deinen ausgeschalteten Backofen. Damit ist er gut genug abgeschirmt und lasse Ihn dort für 18 Stunden reifen.
9
Nach den 18 Stunden kannst du die Pizzaballenbox auf deine Arbeitsplatte legen. Wunder dich nicht, der Teig hat sich jetzt auf der gesamten Oberfläche der Box verteilt.
10
Drittel den Teig nun mit einem Teigspachtel. Aus diesem Drittel erstellt du dann bis zu 6 Teigballen, die zwischen 250 und 280 g haben sollten. Nutze dazu eine Waage.
11
Jedes abgewogene Stück müssen auf Spannung geschliffen werden. Nutze hier die gleiche Technik wie in Schritt 6.
12
Lege nun alle Teiglinge wieder in die Pizzaballenbox (mit Deckel) und lege sie für 6 weitere Stunden in den Backofen.
13
Nach den 6 Stunden heize dein Backofen oder Pizzaofen vor. Wenn du ein Backofen nutzt, dann empfehle ich dir dringend einen Pizzastein oder Backstahl zu nutzen.
Den Backofen kannst du auf maximale Stufe mit Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Pizzaofen solltest du auf ca. 420° vorheizen.
Im Falle eines Backofens mit Pizzastein solltest du 45 Minuten lang den Ofen und Pizzastein vorheizen. Mit Backstahl reichen vermutlich 30 Minuten.
Die meisten Pizzaöfen sind nach spätestens 30 Minuten auf Temperatur.
14
Sobald dein Backgerät fertig vorgeheizt ist, sind deine Teiglinge bereit ausgerollt zu werden. Lege dazu Semola auf einen Haufen auf deiner Arbeitsplatte.
Semola (100 Gramm)
15
Öffne nun deine Pizzaballenbox. Die Teiglinge müssten jetzt sehr flach sein und berühren sich wahrscheinlich. Gebe Semola auf alle Schnittstellen, auch dem Rand, der Teiglinge.
Semola (100 Gramm)
16
Nutze nun einen Teigspachtel, um einen Teigballen herauszunehmen. Lege diesen auf das Semolabett und wende es einmal. Es sollte überall am Teigballen Semola haften.
Schließe die Pizzaballenbox und halte sie geschlossen. Ansonsten wird sich eine unschöne Kruste an den Teiglingen bilden.
Semola (100 Gramm)
17
Drücke nun den Teigling auf dem Semolabett mit den Fingerspitzen von unten nach oben. Das Ziel ist es den Teigling rund aufzudrücken bis er so groß ist wie deine Handfläche.
Du kannst den Teigling dazu auch drehen und den Vorgang wiederholen. Es ist wichtig, nicht bis zum Rand zu drücken, sodass der Rand etwas dicker bleibt.
18
Wenn der Teigling so groß wie deine Handfläche ist, dann lege ihn auf deine Faust. Schiebe nun mit der anderen Hand das Semola kurz zur Seite.
Jetzt führst du abwechselnd die linke und rechte Faust unter den Teigling und lässt ihn bewusst hängen. Die Schwerkraft dehnt den Teig und er wird sich vergrößern. Versuche den Teig mit den Teigballen kontinuierlich zu drehen.
19
Prinzipiell kannst du das so lange machen, bis du deine gewünschte Größe erreicht hast. Du solltest jedoch aufhören, wenn der Teig in der Mitte so dünn ist, dass du etwas durchschauen kannst.
20
Lege nun den Teig auf deine Arbeitsplatte und forme ihn zu einem runden Pizzateig. Achte darauf, dass der Pizzateig unten etwas Semola hart um ein ankleben an der Arbeitsplatte zu vermeiden.
21
Jetzt kannst du den Pizzaboden belegen. Ich mache das in folgender Reihenfolge:
Vorgewürzte Pizzatomaten aus der Dose mit einem Esslöffel kreisförmig von innen nach außen verstreichen
Parmesan grob darüber reiben
Geschnittenen schnittfesten Mozzarella oder Fior di Latte verteilen
Gebe etwas Semola auf deinen Pizzaschieber. Es ist wichtig, dass es wirklich nur eine Prise ist. Ansonsten kommt zu viel Semola in das Backgerät und verbrennt.
Pizzaschieber
23
Schiebe nun rückartig den Pizzaschieber unter die rohe Pizza. Dazu kannst du den Teig mit den Fingern am Rand festhalten und leicht anheben. Es ist wichtig diesen Vorgang schnell und ruckartig zu machen.
Pizzaschieber
24
Gebe nun die Pizza in das Backgerät. Dazu legst du den Pizzaschieber schräg auf den Stein als wolltest du die Pizza da herunterrutschen lassen. Dann ziehst du ruckartig den Pizzaschieber raus und die Pizza sollte an Ort und Stelle auf den Stein fallen.
PizzasteinPizzaschieber
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Die Backzeit im Ofen ist ungefähr 12 Minuten. In einem guten Pizzaofen beträgt die Backzeit 60–90 Sekunden. In einem Pizzaofen musst du die Pizza alle 15 Sekunden drehen. Im Backofen ist das nicht notwendig.
Backofen
26
Ich mache es nun so, dass ich die fertige Pizza aus dem Backgerät nehme und auf den Esstisch zum Essen lege. Dann bereite ich die nächste Pizza vor und während diese backt, esse ich die Pizza mit meiner Familie.
Auf keinen Fall alle Pizzateiglinge auf einmal vorbereiten und die fertig vorbereitet stehen lassen. Der Teig wird so nur durchweichen. Immer die Pizza nacheinander machen und solange verschlossen in der Box lassen.
27
Wiederhole nun die Schritte ab Schritt 15 bis alle Pizzen gebacken und gegessen sind.